Verfasst: 25.06.2007 00:17
vielleicht sollte man die folter wieder einführen für solche menschen 
https://www.oldenburg-forum.de/
Ein Hoch auf die DiktaturSchranzi386 hat geschrieben:Richtig so. Wer andere Leute verletzt ohne das diese etwas gemacht haben kann ruhig leiden. Egal ob das Verfahren verschleppt wird oder nicht, diese Leute haben nichts besseres verdient.
Rapider Anstieg der Stadionverbote
Stadionwelt liegt eine interessante Liste vor, die die Stadionverbote im Mai 2007 mit den Zahlen aus dem August 2004 vergleicht. 1.871 waren es vor drei Jahren. Heute wird 3.163 Personen der Zugang in deutsche Fußballstadien verwehrt.
Unter anderem enthält das Dokument die Gründe, weswegen ein Verbot vergeben wurde. Nach wie vor werden die meisten Stadionverbote in Bezug auf Gewalttaten gegen Leib oder Leben ausgesprochen. Darauf folgt der Straftatbestand des Landfriedensbruchs. Außerdem enthält der 3-Jahres-Vergleich eine Staffelung nach Alter der betroffenen Personen: Momentan darf ein 66-Jähriger bundesweit kein Fußballstadion betreten.
Die Punkte d) und c) des Papiers listen auf, wer die Stadionverbote ausgesprochen hat und gegen Fans welches Vereins sie ergangen sind. Mit 382 ist der DFB für die meisten verantwortlich. Am Ende wird die Betroffenheit von Heim- oder Auswärtsfans prozentual erfasst. (Stadionwelt, 28.6.2007)
http://www.stadionwelt.de/neu/community ... _04_07.pdf
QuelleHooligans haben oft ein leichtes Spiel
Minister: Untere Fußballklassen müssen sicherer werden
HANNOVER. In der 1. oder 2. Bundesliga haben sie Stadionverbot. Jetzt weichen gewalttätige Fußballfans immer häufiger in die unteren Spielklassen aus. "Das müssen wir im Keim ersticken", sagt Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU). Gemeinsam mit dem Niedersächsischen Fußballverband (NFV) will er die Sicherheitsstandards in den Stadien erhöhen und Sanktionen verschärfen."Wir wollen sicherstellen, dass wir keine Verhältnisse wie im Osten bekommen", meinte der Minister gestern in Hannover. In den neuen Bundesländern war es zu teils brutalen Krawallen zwischen rivalisierenden Fans gekommen.
In Niedersachsen gebe es bei 21 000 Teams und rund 450 000 Partien pro Jahr noch kein ausgeprägtes Gewaltproblem, sagte NFV-Präsident Karl Rothmund. Etliche Problemfans bereiteten den Vereinen jedoch große Sorgen - und dem Land Kosten: 4,6 Millionen Euro muss Niedersachsen laut Schünemann jährlich für Polizeieinsätze rund um Fußballspiele aufbringen.Nach dem erstmals vorgestellten Lagebild über Gewalt in der Oberliga Nord und in der zweigeteilten Niedersachsen-Liga sind 1275 Hooligans amtlich registriert. Davon zählen 935 zur Kategorie B "gewaltbereite Fans" und 340 zur Kategorie C "Gewalt suchende Fans". Noch sind diese vornehmlich ein Problem der Spitzenklubs, insbesondere von Eintracht Braunschweig mit 648 Hooligans. Aber bereits 275 Problemfans tummeln sich in den Stadien der unteren Ligen.
Betroffen sind in der Oberliga die Teams Eintracht Braunschweig II, Hannover 96 II, VfL Osnabrück II, VfL Wolfsburg und SV Meppen sowie in der Niedersachsen-Liga der VfB Oldenburg, der SV Wilhelmshaven II und der TuS Celle.Die Umstände machen es den Schlägern leicht: Ordnerdienste funktionieren in vielen Spielstätten nicht, volltrunkene Fans reisen im Mannschaftsbus mit zur Partie, Kontrollen auf Waffen und Feuerwerkskörper gibt es nicht. Überforderte Trainer und Betreuer heizen die aggressive Stimmung oft noch zusätzlich an. Stadionverbote, die für die 1. oder 2. Bundesliga ausgesprochen werden, greifen in den unteren Klassen nicht, berichtete der NFV-Sicherheitsexperte August-Wilhelm Winsmann.Gegensteuern will der Verband nun mit einem ganzen Bündel von Maßnahmen, das er mit dem Innenministerium erarbeitet hat.
Dazu zählen bauliche Vorgaben wie getrennte Fan-Zugänge, Zäune um die Stadien und Barrieren, um den Zuschauerbereich von der Spielfläche abzugrenzen. Auch Lautsprecheranlagen sollen vorgeschrieben werden, um auf Krawallmacher beruhigend einzuwirken. Der NFV will für diese Fälle den Stadionsprechern Standardtexte zur Verfügung stellen.Jeder Verein muss zudem einen Sicherheitsbeauftragten benennen; Trainer und Betreuer sollen speziell geschult werden. Ein generelles Alkoholverbot soll es dagegen nicht geben; allerdings müssen die Vereine Flaschen und Gläser durch Plastikbecher ersetzen. Mit der Deutschen Fußball-Liga (DFL) will der NFV verhandeln, dass geltende Stadionverbote auch auf die unteren Ligen übertragen werden können. Von der Erfüllung dieser Sicherheitsauflagen will der Verband die künftige Spielberechtigung der Vereine abhängig machen.
die stecken doch mit denen allen unter einer decke...Soccer_Scientist hat geschrieben:Quelle
Nicht ganz überraschend liest man in den Maßnahmen zur Gegensteuerung nichts von Unterstützung bzw. Initiierung von Fanprojekten. Das wäre wohl zu einfach.
die haben ja auch autofahnenSteiga88 hat geschrieben:Dieser VfB Oldenburg muss ja ein ganz schlimmer Verein sein...
...oder zu teuer. Ausgedehnte U-Haft scheint sich hingegen auch langfristig zu rechnen.Soccer_Scientist hat geschrieben:
Nicht ganz überraschend liest man in den Maßnahmen zur Gegensteuerung nichts von Unterstützung bzw. Initiierung von Fanprojekten. Das wäre wohl zu einfach.
Quelle: taz nord, dpaHOOLS IN NIEDERSACHSEN
In Niedersachsen gibt es laut Innenministerium insgesamt 1.280 Problem-Fußballfans. Diese teilen sich in zwei Kategorien auf: 935 gelten als gewaltbereit (Kategorie B), 340 als Gewalt suchende Fans (C). Die meisten Problemfans sind Mannschaften im Profibereich zuzuordnen. 205 der Problemfans tummeln sich im Umfeld der Oberliga Nord, betroffen sind hier fünf der zehn niedersächsischen Vereine. In der Niedersachsenliga gibt es 70 Problemfans. Sie verteilen sich auf drei von rund 30 Mannschaften. Die Vereine im Einzelnen: Eintracht Braunschweig II (10 B-, 50 C-Fans), VfL Wolfsburg II (Regionalliga, 30 B-, 5 C-Fans), Hannover 96 II (20 B-, 20 C-Fans), VfL Osnabrück II (25 B-, 15 C-Fans), SV Meppen (25 B-, 5 C-Fans), VfB Oldenburg (10 B-, 20 C-Fans), SV Wilhelmshaven II (25 B-Fans), TuS Celle (15 B-Fans).
10.08.2007 - St. Pauli
„Die ganze Verantwortung liegt natürlich bei St. Pauli“
Sven Brux ist Organisationsleiter des FC St. Pauli. Im Sommerpausen-Interview erklärte er das so genannte St. Pauli-Modell zur Regelung der Mitnahme von Supportmaterialien und die „Routine“, die angesichts von Pokalsiegen Einzug gehalten hat.
Stadionwelt: In punkto Mitnahme von Fanutensilien ist in der letzten Zeit viel vom St. Pauli-Modell die Rede. Kannst Du uns kurz etwas dazu erzählen?
Brux: In der Vergangenheit gab es auch bei uns eine eher repressive Linie. Die ist zum Teil auf Druck der Polizei umgesetzt worden. Wir hatten das Gefühl, dass es in der Zeit mehr Missbrauch von pyrotechnischen Gegenständen gab als zu einer früheren, eher liberaleren Handhabung. Deswegen haben wir den Beschluss gefasst, den Vorschlägen des Fan-Projekts zu folgen.
Stadionwelt: Wie wird das konkret aussehen?
Brux: Grundsätzlich ist den Gästefans alles erlaubt, was nicht in der Stadionordnung verboten ist. Das heißt, dass auch Doppelhalter, Blockfahnen und so weiter genehmigt werden, die sonst strittig wären. Sollte es einen Missbrauch geben, wird die gesamte Szene für fünf Jahre dahingehend bestraft, dass nichts mehr erlaubt ist außer dem Schal um den Hals. Vor dem Spiel wird versucht, genau das über möglichst viele Kanäle an den Gastverein und seine Fans heranzutragen. Die Fans haben selbst in der Hand, was sie zukünftig am Millerntor dürfen und was nicht.
Stadionwelt: Wie steht die Polizei zu dem Modell?
Brux: Wir sind erst einmal froh, nicht auf jeder Sicherheitsbesprechung wieder über das gleiche Thema reden zu müssen. Die Polizei hat sich skeptisch gezeigt, wünscht sich aber einen positiven Ausgang, weil auch sie letztendlich von zufriedenen Gästefans profitiert. Die ganze Verantwortung liegt natürlich beim FC St. Pauli. Sollte ein Gastverein uns im Vorfeld warnen, dass unsere Handhabung aus welchen Gründen auch immer nicht klappen kann, wird das Modell selbstverständlich ausgesetzt.
Stadionwelt: Wie hat die Umsetzung gegen Leverkusen im Pokal geklappt?
Brux: Es gab keinerlei Probleme. Von Seiten der Polizei hätte es allerdings auch keine Einschränkungen gegeben. Am Freitag gegen Köln hätte sich das vermutlich anders dargestellt: Dementsprechend ist das Spiel der erste richtige Test.
Stadionwelt: Anfang März habt Ihr ein neues Modell zu den Stadionverboten vorgestellt. Jetzt der neue Umgang mit Fanutensilien. Wie ist die Reaktion von außen?
Brux: Wir haben das sowohl in Leipzig beim Fan-Kongress als auch bei der Tagung der Sicherheitsbeauftragten in Frankfurt präsentiert. Alles in allem wurde es positiv aufgenommen. Letztendlich ist beides eine langfristige Geschichte, bei der erst nach einiger Zeit ein Fazit gezogen werden kann. Wir sind natürlich sehr gespannt.
Stadionwelt: Apropos Fan-Kongress: Du selbst warst da…
Brux: An sich war der Kongress ein positiver Ansatz. Der DFB war hochrangig besetzt, das war gut. Ich selbst bin lange dabei – nie zuvor ist man mit Vertretern und Entscheidern derartig ins Gespräch gekommen. Zudem muss die Arbeitsdisziplin der Fan-Vertreter gelobt werden. Die war enorm und es wurde ein erstaunlicher Wille zur Änderung gezeigt. Einiges hat beziehungsweise wird sich zum Positiven ändern. Manche Skepsis ist sicherlich nachvollziehbar, kam aber meinem Empfinden hauptsächlich von jüngeren Fans, die die Fortschritte einfach nicht sehen können. So weit haben sich Verantwortliche nie zuvor aus dem Fenster gelehnt.
Stadionwelt: Am vergangenen Woche habt Ihr Leverkusen aus dem Pokal geworfen. Wird das nicht langsam zur Routine?
Brux: Um ehrlich zu ein: Nach dem Sieg waren wir uns einig, dass der Jubel bei Fans und Mannschaft etwas verhalten war. Ein „normaler“ Ligasieg wird ähnlich gefeiert. Keine Ahnung ob das mit den hohen Temperaturen, der Pokalsiegroutine oder sonst etwas zu tun hatte.
Stadionwelt: Wie sind die Erwartungen aus Fansicht an die Saison?
Brux: Schatten und Licht. Zum einen ist es schön, wieder gegen richtige Gegner und nicht gegen Zweitvertretungen auf Dorfplätzen zu spielen. Und so ziemlich jede Szene kehrt gestärkt aus den Niederungen zurück. Natürlich freuen sich alle auswärts über viele Fans, aber gerade im Süden wird es auch so sein, dass wieder viele Leute im Block sind, die nicht zum Stamm gehören. Die Anstoßzeiten sind ebenfalls nicht unbedingt angenehm.
Stadionwelt: Hat sich die Situation um den Präsidenten Corny Littmann beruhigt?
Brux: In dieser Hinsicht wird es bestimmt nie vollkommen ruhig. Spätestens im Vorfeld der Wahlen, die Ende des Jahres anstehen, werden sich die Gegner wieder formieren. (Stadionwelt, 10.8.2007)
http://fanrechte.de/Warum?
Stell dir vor, du fährst zu einem Auswärtsspiel, der Bus hält für eine Rast an der Tankstelle, und genau dort gibt es einen Zwischenfall. Vielleicht meint jemand aus dem Bus, das Bier für umsonst mitnehmen zu können, oder jemand fühlt sich provoziert und es gibt ein Handgemenge. Die Polizei wird gerufen und stellt die Personalien aller Mitreisenden fest. Später wirst du erfahren, dass gegen dich, wie gegen alle anderen, ermittelt wird. Das ist rechtens und du musst dir keine Sorgen machen. Du hast ja nichts getan. Du bist unschuldig und du giltst als unschuldig. Das Verfahren wird irgendwann eingestellt werden, vielleicht wegen erwiesener Unschuld, vielleicht wegen mangelnder Beweislage, vielleicht verzichtet der Staat wegen Geringfügigkeit auf weitere Aufklärung. Kein Problem, oder doch? Inzwischen hast du einen netten Brief erhalten, in dem dir erklärt wird, dass du für die nächsten Monate bzw. eher Jahre keine Fußballspiele mehr besuchen darfst. Auch wenn das Ermittlungsverfahren eingestellt wird, bleibt dieses Verbot bestehen. Dein Name ist jetzt vielleicht in einer Datei, in der die Polizei Angaben zu Gewalttätern sammelt. Du willst ins Ausland fliegen und man weist dich an der Grenze ab, weil gerade ein brisantes Spiel einer deutschen Mannschaft in jenem Land bevorsteht und weil man nicht riskieren will, dass "potentielle Gewalttäter" - wie du - dorthin reisen.
Bundesweite Demo in Frankfurt 2005 Stell dir vor, du fährst zu einem Auswärtsspiel und wirst gleich am Bahnhof in einen Polizeikessel genommen und mit den anderen Fans zum Stadion geführt. Du willst Gepäck abgeben - keine Chance. Du musst auf die Toilette - Pech gehabt. Du willst dir etwas zu Essen oder Trinken kaufen - sie lassen dich nicht raus. Du wolltest dir eigentlich vor dem Spiel die Stadt anschauen oder dich mit Freunden treffen - da musst du wohl noch einmal kommen. Jetzt wirst du wie Vieh zum Stadion getrieben. Läufst du zu langsam oder gerätst im Gedränge zu dicht an die dich bewachenden Polizisten, wirst du von ihnen geschubst oder getreten. Wenn du Pech hast, kann es auch passieren, dass du Pfefferspray in die Augen bekommst oder einen Knüppel auf den Kopf.
Stell dir vor, deine Tochter ist dabei, sie ist vielleicht 16. Sie wird von Polizistinnen in ein Zelt geführt, wo sie sich ausziehen muss. Nackt. Vollständig. Sie muss mit ihren bloßen Füßen auf dem winterlich kalten Straßenbelag stehen und Körperübungen vor Polizistinnen machen, weil diese sich nicht anders davon überzeugen lassen, dass deine Tochter keine Pyrotechnik mit sich führt. Das Abteil des Zeltes ist an einer Seite offen, so dass Unbeteiligte hineinschauen können. Auf die Frage, warum gerade deine Tochter ausgewählt wurde, wird die Polizei antworten: Weil sie einen so unverdächtigen Eindruck machte.
Was die meisten "Normalbürger" nicht wissen: Solche und ähnliche Dinge sind abseits einer tollen Weltmeisterschaftsstimmung in Fußball- Deutschland an der Tagesordnung. Wir denken, dass Recht und Gesetz nicht nur auf Seiten der Anderen stehen kann. Deshalb wollen wir prüfen lassen, ob der Staat wirklich so mit uns Fußballfans umgehen darf. Rechtsprozesse kosten allerdings viel Geld. Wir wollen nicht den Dieb schützen, der das Bier klaut und nicht den Schläger, der der Meinung Anderer Fausthiebe entgegensetzt. Wir wollen uns nicht vor denjenigen stellen, der mit Leuchtkugeln auf andere Zuschauer zielt. Wir wollen vielmehr, dass friedliche Fußballfans nicht länger kriminalisiert und für die Vergehen Anderer bestraft werden.
Unser Projekt wird getragen von zahlreichen deutschen Fanclubs und Fangruppen, von den beiden überregionalen Fanorganisationen BAFF und PRO FANS sowie von vielen Einzelpersonen. Ein aus fünf Fans verschiedener Vereine bestehender Kassenrat entscheidet im Einklang mit der Satzung des Treuhandkontos über die Verwendung der Spenden. Zwei Anwälte verwalten das Geld und überwachen die satzungsgemäße Nutzung. Sei auch du dabei! Sprich mit deinen Freunden, um die Idee zu unterstützen und allen zu Ihrem Recht zu verhelfen!