Für alle, die sich noch für Goslar und die never-ending-story interessieren (aus der Goslarschen Zeitung vom Montag):
Osterfeld-Gipfel bleibt ohne Lösung
Von Frank Heine
Osterfeld-Gipfel bleibt ohne LösungGOSLAR. In der Regionalliga scheinen die Fußballer vom Schlusslicht Goslarer Sportclub (GSC) derzeit vom Tempo überfordert. Beim Stadionausbau kommen die Spitzen ebenfalls nicht zum Abschluss. Diskutiert wird aber nur noch eine abgespeckte Lösung, deren Förderung an Bedingungen geknüpft ist.
Kein Funktionsgebäude mehr wie zuvor vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) gefordert sowie kleinere Tribünen: Für die wie schon berichtet von 2,5 Millionen auf 1,3 Millionen Euro reduzierte Stadionlösung gab es am Montag vom städtischen Fachbereichsleiter Burkhard Siebert eine Bestätigung, aber nach wie vor kein grünes Licht. Im Gegenteil: Nach einem Osterfeld-Gipfel zwischen Verwaltung und rot-gelber Ratsmehrheit vom Freitag sprach Siebert von „unterschiedlichen Ansichten“ zum Ratsbeschluss vom Mai.
Höhe der Förderung
Im Kern geht es um die Förderung der Stadt: Nachdem der Stadionausbau zuletzt an einer fehlenden Sicherheit für einen Kommunalkredit gescheitert war, stehen jetzt die zugesagten 500.000 Euro Förderung auf dem Prüfstand. Während die Verwaltungsspitze trotz schwieriger Haushaltslage weiterhin diesen Betrag befürwortet, will insbesondere die FDP anteilig weniger bezahlen.
„Ein Zuschuss richtet sich nach dem Gesamtinvestitionsvolumen“, sagte Fraktionschef Christian Rehse und nannte drei Bedingungen für einen erneuten Beschluss: die nachgewiesene Zustimmung des DFB zu den neuen Plänen, deren Diskussion in den Fachausschüssen und eine gesicherte Gesamtfinanzierung – ein eng gestrickter Zeitplan bis zur nächsten Ratssitzung am 27. Oktober, wie auch Rehse eingestand.
Team statt Stadion
Dem Liberalen stieß aber zusätzlich sauer auf, dass die angeblich vom Verein in den Wochen vor der am 10. September angedrohten Abmeldung vom Spielbetrieb von Sponsoren gesammelten 350.000 Euro plötzlich offenbar nicht mehr für das Stadion zur Verfügung stehen. Am Freitag habe es geheißen, so Rehse, das Geld sei zur Finanzierung der Mannschaft notwendig.
SPD-Fraktionschef Arnold John äußerte eine ähnliche juristische Sicht der Dinge: „Weil sich die Grundlage verändert hat, ist ein neuer Ratsbeschluss notwendig.“ Bei der Finanzfrage zeigte sich John entgegenkommender: Ob es dann für den GSC eine halbe Million Euro oder doch weniger gebe, „wage ich nicht zu sagen“. Für Mittwoch ist eine Fraktionssitzung zu den Themen Haushalt und GSC angesetzt. Für John ist aber auch Fakt, dass es vor dem 12. Oktober allenfalls eine Absichtserklärung geben könne.
Dieses Datum hatte der Verein wie berichtet in einem Brief vom 14. September an Oberbürgermeister Henning Binnewies als Ultimatum genannt und „die endgültige Entscheidung mit allen Randbedingungen für oder gegen den Umbau“ bis dahin eingefordert. Ansonsten erfolgten die Abmeldung der Mannschaft vom Spielbetrieb und der Gang zum Insolvenzrichter. GSC-Vize Stephan Leutloff wollte am Montag keine Stellung nehmen, weil er noch keine offiziellen Signale vom Freitagsgespräch erhalten habe. Hauptsponsor Folkert Bruns war zum wiederholten Male nicht erreichbar.
Gedruckte GZ: Was es Neues zum Holzdiebstahl im Osterfeldstadion gibt, lesen Sie in der Dienstag-Ausgabe.
Die Sache mit dem Holzdiebstahl würde mich jetzt wirklich interessieren.

Die alte Skandalnudel Goslar kommt halt einfach nicht aus den Schlagzeilen.
