Soccer_Scientist hat geschrieben: 22.11.2022 11:36
Deutschland sollte sich mit anderen Fußballnationen zusammentun, die FIFA verlassen und einen neuen Weltverband gründen. Die anderen Nationen werden schon bald folgen.
Die FIFA funktioniert weitgehend in der Art einer absolutistischen Feudalmonarchie.
Der „Herrscher“, mag er nun Havelange, Blatter oder Infantino heissen sichert sich die Unterstützung einer Mehrheit der nationalen Mitgliedsverbände, indem er Gelder unter denen aus armen und unterentwickelten Ländern verteilt, die angeblich zur Förderung des Fussballs und der entsprechenden Infrastruktur in diesen Ländern verwendet werden. Tatsächlich landet natürlich ein beträchtlicher Teil der FIFA-Zahlungen in den Taschen und auf Off-Shore-Konten korrupter Funktionäre. Die wählen dafür dann auch brav und zuverlässig den jeweiligen FIFA-Boss und sichern damit ihre Pfründe.
Die FIFA hat ungefähr 220 Mitgliedsverbände. Jeder dieser Verbände hat bei der Generalversammlung das gleiche Stimmrecht. Verbände mit nur sehr wenigen Mitgliedern/Mitgliedsvereinen haben das gleiche Stimmrecht wie grosse Verbände aus grossen Ländern, in denen Fussball traditionell breit verankert ist, wie z. B. In England, Spanien, Deutschland, Frankreich, Italien.
Nimmt man zu den genannten Ländern noch Belgien, die Niederlande, die skandinavischen Länder, die mittel-osteuropäischen und die Balkanländer dazu sowie die Staaten Osteuropas und die USA, dann hat man so ziemlich die Gebiete beisammen, aus denen die FIFA ihre Einnahmen schöpft. Was die Zahl der Verbände betrifft ist das aber eine kleine Minderheit der rd. 220 FIFA-Mitglieder.
Nur, diese kleine Minderheit füllt zuverlässig den Topf, aus dem ein FIFA-Boss die Mittel für den Stimmenkauf zu seiner „ewigen“ Wahl und Wiederwahl hernimmt.
Mit anderen Worten, der DFB, die englische FA und andere grosse Verbände aus Europa und Nordamerika finanzieren die Wahl genau solcher Blatters, Infantinos und sonstiger Korruptusse, die ihnen anschliessend voller Hohn demonstrieren, dass sie zwar Zahlmeister sind, ansonsten aber nichts zu melden haben.
Da fällt einem eigentlich nur noch der Satz von den „allerdümmsten Kälbern“ ein, die in diesem Fall ihre Metzger selber finanzieren.
Die FIFA in ihrer derzeitigen Konstruktion ist strukturell reformunfähig und gehört längst zerschlagen. Und eine Neuauflage dieses Konstrukts darf es dann auch nicht geben.
Aber keine Sorge, dafür bräuchte es Leute mit „Arsch in der Hose“, keine, die sich schon aus Angst vor gelben Karten einfach zurückpfeifen lassen.