Re: Andere Supporters
Verfasst: 18.06.2010 12:30
In Gelsenkirchen leben doch sowieso nur Polen.
https://www.oldenburg-forum.de/
Bilder zum Spiel:BumBumTschk hat geschrieben:Pressekonferenz Ultras Dynamo vs. Red Kaos
http://www.youtube.com/watch?v=q0RVhtZP7uM
Cool!BumBumTschk hat geschrieben: Bilder zum Spiel:
http://www.kopane.de/?page_id=12200
Und noch ein Video:BumBumTschk hat geschrieben:Bilder zum Spiel:BumBumTschk hat geschrieben:Pressekonferenz Ultras Dynamo vs. Red Kaos
http://www.youtube.com/watch?v=q0RVhtZP7uM
http://www.kopane.de/?page_id=12200
Oben an der Mauer?Ggaribaldi hat geschrieben:Bei 3:30 zieht cody an seiner Zigarette
http://greenlions.at/index2.htm15.07.2010 Auftakt in Europa!
Der Auftakt in die neue Saison konnte mit der ersten Europacupauswärtspartie nicht interessanter sein! Das Los führte uns nach Litauen und um den Abenteuerfaktor nicht zu kurz kommen zu lassen und auch ein wenig Geld zu sparen, reiste unsere Crew mit zwei Neunsitzern ins südliche Baltikum. Ursprünglich wäre ein Bus geplant gewesen, doch ein sehr verlockendes Flugangebot des Vereins und doch sehr hohe Kosten für diese Strecke schreckten viele externe Personen ab, so dass man dieses Unterfangen ad acta legte.
Um 17:00 Uhr trafen sich also 18 Leute in Linz. Nach einer runde Bier und nachdem alles was mit sollte auch verstaut war, ging es gemütlich los. Man ließ sich doch sehr viel Zeit, außerdem war die extreme Hitze kaum auszuhalten und man freute sich schon auf die Nacht, wo es doch deutlich angenehmer werden sollte. Die Strecke führte uns über Wien, Brünn, und Olmütz nach Polen. In Tschechien begleiteten 2 Autostopperinnen für einige Kilometer unseren Weg....
Die Fahrt durch Polen sollte alleine etwa 10 Stunden dauern. Wir wählten die Route über Lodz (nicht direkt aber nahe daran vorbei) und Warschau. Zwei Tankfüllungen sollten bis zu unserem Ziel reichen - durchaus sparsam unsere Kleinbusse. Zwischenfälle gab es auf der Hinfahrt keine. Der Weg durch Warschau gestaltete sich ob des Frühverkehrs in der City als äußerst beschwerlich. Positiv auf unsere Reisezeit wirkte sich aus, dass es nirgends mehr Grenzkontrollen gab, was bis vor wenigen Jahren noch unvorstellbar in diesen Ländern gewesen wäre. Die Straßen in Polen und später in Litauen nicht ganz so schlecht wie von Pessimisten erwartet. Teilweise waren Straßenabschnitte ganz neu, dann ging es wieder durch Dörfer mit löchrigen Landstraßen. Doch auch das hatte Charme und brachte uns dem wahren Osten etwas näher
Am frühen Nachmittag rollte man in Litauen ein. Marijampole liegt ja im Süden des Landes, also unweit der Grenze. Rund 50 000 Einwohner machen die kleine Industriestadt nicht gerade zu einem touristischen Highlight. Städtebaulich alles sehr unattraktiv, was man von der hiesigen Frauenwelt allerdings nicht behaupten konnte. Das eigentliche Stadion des FK Suduva hatte man schnell gefunden. Da dieses aufgrund fehlender Flutlichtanlagen aber nicht UEFAtauglich war, spielte man einen Kilometer weiter weg in einem ganz neuen Sportzentrum. Zuerst begab man sich aber, da noch Zeit blieb, in ein recht modernes Einkaufszentrum. Dort füllte man zuallererst die Akkus wieder auf. Essen und Trinken waren schon überfällig. Die Wiener waren ja mit Fliegern nach Kaunas gereist und hatten dort die Nacht auf Donnerstag in einem Hotel verbracht. Etwa 300 Leute hatten diese Route gewählt. Diese fuhren am Abend mit Bussen zum Spielort und trafen um etwa 19:30 Uhr an besagtem Spielort ein, wo wir bereits warteten. Die Veranstalter sprechen von 3500 Besuchern, unsereins würde aber nicht auf mehr als 3000 tippen. Die recht große Haupttribüne war zwar gut gefüllt, sonst aber nirgends Einheimische, außer eben wir hinter einer Torecke auf einer Stahlrohrtribüne mit etwa 350 Mann. Bei einem Fassungsvermögen von 6500 war das Stadion aber sicher nicht halb gefüllt. An einem Ende der Haupttribüne, die recht schön anzusehen war, postierten sich rund 30 heimische Supporter, die ihr Transparent in Rücken aufhängten, da es vorne keinen Zaun gab. Auch eine Absperrung in Richtung uns nicht vorhanden. So kam es vor Spielbeginn noch zu einer kurzen aber eher harmlosen Konfrontation. Polizei hier sehr gut ausgerüstet, hielt sich aber durchwegs unauffällig im Hintergrund. Ordner mussten den Weg zum Feld absperren, da es ganz leicht gewesen wäre, dieses zu betreten. Karte kostete 5 Euro, also nicht mal der Rede wert. Generell alles hier sehr sehr günstig.
Die Transparente wurden gehalten, manche auf die ersten Stufen vorne geklebt. Dahinter postierte sich der Mob, sah sehr gut aus. Da als Dresscode die grünen 12er Leiberl mit dem großen Rapid Emblem vorne vom letzten Frühjahr ausgegeben wurden, bestand auch das Intro aus diesen Shirts. Zuerst wurde die 12 nach vorne gehalten, dann das Rapid Emblem und schließlich wurden die Shirts geschwungen. Support wie im Europacup üblich auf sehr hohem Niveau. Das recht schnelle 1:0 heizte nur noch weiter an. Die brütende Hitze beeinträchtigte uns keineswegs, zumindest versuchte man den Umstand so gut es ging zu verdrängen. Mit dieser knappen Führung ging es in die Pause. Auch die Heimischen mit Chancen, die beste davon ein Lattenpendler!
Nach einer knappen Stunde die gesanglich beste Phase von uns. Für etwa 10 Minuten wurde so richtig gerockt. Scheibenwischer, Stoffparade usw. durften danach ebenso nicht fehlen. Besonders im zweiten Durchgang die Liedauswahl sehr abwechslungsreich. In der Schlussphase erzielten unsere Jungs das erlösende 2:0. Beinahe wäre Suduva durch ein Abseitstor noch einmal herangekommen, doch es blieb dabei! Die Ausgangsposition für das Rückspiel also hervorragend. Man darf schon mit der nächsten Runde planen. Unsere Jungs, die heute übrigens in blau-rot gespielt hatten, bedankten sich noch artig bei uns Mitgereisten.
Danach ging es für die Wiener zu den Bussen und für uns zu den 9Sitzern. Neben uns waren auch die TR mit zwei 9ern unterwegs. Mit diesen sprach man sich zwecks Treffpunkts auf der Strecke zusammen. Es war zudem Vorsicht geboten, da Wisla Krakau an diesem Tag ebenso in Litauen spielte und zeitlich sehr genau auf unserer Höhe war, allerdings mit dem Sonderzug anreiste.
In Suwalki in Polen überholte uns im Stadtzentrum ein Auto, welches anschließend sofort Lichtzeichen gab. Daraufhin stürmten etwa 50 Leute, alle oberkörperfrei, von einem Schotterparkplatz aus auf die Straße und versuchten uns aufzuhalten. Unsereins von dieser Aktion doch sehr überrascht, man riss das Ruder herum und wich aus. Zugegebenermaßen hätte uns der Mob vermutlich ziemlich böse erwischt. So fuhr ein Auto in eine Seitenstraße und weiter aus der Stadt hinaus. Das andere Auto behielt den Weg bei (wich lediglich auf die andere Straßenseite aus) und so trennten sich die Wege unserer 9Sitzer bis zum Ende unserer Rückreise, da aufgrund der komplexen Straßenführung durch Wald und Wiese das eine Auto, welches in die Seitenstraße fuhr, fast nach Weißrussland gekommen wäreund so einen riesigen Rückstand auf die anderen aufriss. Welche Gruppe uns da angreifen wollte, kann man nur schwer sagen, keinerlei Anhaltspunkte konnten ausgemacht werden. Ähnlich erging es wenig später auch den anderen beiden 9Sitzern. Passiert ist bei beiden Aktionen der Polen allerdings nichts.
Die restliche Rückfahrt verlief ruhig. Bis in den Nachmittag hinein war man allerdings schon noch unterwegs. Einmal mehr also eine unglaubliche Auswärtsfahrt, doch das ist erst der Auftakt in eine hoffentlich noch lange Europacupsaison!



Richtig gut!!madcynic hat geschrieben:Hutnik Kraków - 1. FC Magdeburg
Oder auch hier: http://krak.tv/kategoria-9,film-1370.html