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Re: 1. Bundesliga - Laberthread
Verfasst: 01.07.2014 19:08
von Ggaribaldi
Aber sie hatten zumindest kein grundsätzliches Problem eine AG oder ähnliche Konstrukte zu unterstützen
Re: 1. Bundesliga - Laberthread
Verfasst: 01.07.2014 19:25
von Senf
Ggaribaldi hat geschrieben:Aber sie hatten zumindest kein grundsätzliches Problem eine AG oder ähnliche Konstrukte zu unterstützen
Sprechen wir über Ultràszenen um das Jahr 2000? Ja tun wir.
Re: 1. Bundesliga - Laberthread
Verfasst: 01.07.2014 21:51
von BMP
Ein Konstrukt einer AG wird akzeptiert, weil es schon da war. Eine neue AG aber nicht, das ist irgendwo hirnrissig. Ob alt oder neu beides erfüllt den gleichen Zweck. Wenn man gegen Kommerz ist, dann sollte man auch nicht Ultra einer AG werden.
Re: 1. Bundesliga - Laberthread
Verfasst: 01.07.2014 21:57
von Schwede
BMP hat geschrieben:Ein Konstrukt einer AG wird akzeptiert, weil es schon da war. Eine neue AG aber nicht, das ist irgendwo hirnrissig. Ob alt oder neu beides erfüllt den gleichen Zweck. Wenn man gegen Kommerz ist, dann sollte man auch nicht Ultra einer AG werden.
Es mag ja immer noch Unterschiede darin geben wie weit "enteiert" die Mitglieder des Stammvereins der jeweiligen Rechtform sind oder vielleicht doch noch ein Wörtchen mitzureden haben. Für eingeschränkte Mitbestimmungsrechte braucht es übrigens nicht mal das Konstrukt einer GmbH & Co KGaA.

Re: 1. Bundesliga - Laberthread
Verfasst: 01.07.2014 23:01
von BMP
Das Profisport aus den Vereinen ausgegliedert werden ist ja nichts Neues. Wenn die Profimannschaft im Verein eingegliedert ist kackt halt der gesamte Verein ab, wenn es aus welchen Gründen auch immer zu einer Insolvenz kommt. Man kann es sich halt aussuchen entweder man schützt den Verein oder man hat mehr Mitsprache. Bei Mehrspartenvereinen finden die anderen Abteilungen es nicht unbedingt prickelnd, wenn ihnen einfach ohne eigenes Verschulden der Boden unter den Füssen weggezogen wird. Bei reinen Fußballvereinen mag es ja anders sein.
Re: 1. Bundesliga - Laberthread
Verfasst: 02.07.2014 10:52
von Dino
Es gibt durchaus gute und nachvollziehbare Gründe, dem Fußball des großen Geldes (in Deutschland in DFL angesiedelt) den Rücken zu kehren. Ich kann jeden gut verstehen, der feststellt, dass das emotional und auch in Sachen Zugehörigkeit(sgefühl) nicht (mehr) seine Welt ist. Mir geht es ja durchaus auch so.
Etwas schizophren kommt es mir allerdings vor, das nun davon anhängig zu machen, ob sich der Profi-Fußball wirtschaftlich auch Organisationsstrukturen gibt, die einem Wirtschaftsbetrieb entsprechender Größe und Bedeutung angemessen sind.
Wie man professionellen Fußball eben nicht mit einem Vereinswesen alter Schule unter einen Hut bekommen kann, hat doch nun über Jahre hinweg der HSV vorgeführt. Dort hat eine "Stimmungsdemokratie" von Mitgliederversammlungen dazu geführt, dass viele Köche mitkochen durften, der eine so, der andere etwas anders und dieser und jener sogar was ganz anderes. Das Ergebnis war viele Jahre lang ungenießbar und zuletzt sehr nahe am sportlichen und wirtschaftlichen Bankrott.
Re: 1. Bundesliga - Laberthread
Verfasst: 02.07.2014 11:05
von der neue cody
Ggaribaldi hat geschrieben:Aber sie hatten zumindest kein grundsätzliches Problem eine AG oder ähnliche Konstrukte zu unterstützen
aus dem schreiben der chosen few geht klar hervor, daß das problem nicht einzig der umstand ist, daß es eine ausgliederung gibt.
ich verstehe es nicht so sehr als klagebrief sondern als kapitulationserklärung. sich darüber lustig zu machen, nur weil sie - oh wie schlimm - das wort kommerz in einem nebensatz erwähnen... naja
Re: 1. Bundesliga - Laberthread
Verfasst: 02.07.2014 11:09
von der neue cody
wie ist das eigl beim vfb?
Re: 1. Bundesliga - Laberthread
Verfasst: 02.07.2014 12:25
von Senf
Es sollte hier klar gesehen werden, dass die CFHH das "e.V." als ein Alleinstellungsmerkmal des HSV immer betont hat. Sei es in Texten oder auf Choreos. Darüberhinaus versuchte die CFHH mit ihrer "Not for sale"-Aktion die gesamte Saison über die Ausgliederung zu informieren und entsprechend gegenzusteuern. Weiterführend sind auch die mangelnde Rückdeckung seitens des Vereins und Sanktionsmaßnahmen zur Sprache gekommen. Sie haben auf ganzer Linie verloren und außerdem bekamen sie das Gefühl, dass auch noch fleißig nachgetreten wird.
Abgesehen von der unterschiedlichen Mitbestimmungsrechten in den AGs war Ultrà um das Jahr 2000 war gar nicht so stark entwickelt, um Kampagnen wie die "Not for Sale" anschieben zu können. Die Szene wuchs erst spürbar Mitte der 2000er. Die Polizei hatte sich zudem noch nicht auf die Ultras eingeschossen. Die Gruppen hatten mit Ausnahme von ein paar wenigen Szenen Mitgliederzahlen im niedrigem zweistelligem Bereich. Ein so grandioses Scheitern wie es die CFHH vollzogen hat, wäre gar nicht erst möglich gewesen.
Wenn wir den Aspekt beleuchten, dass ohne Ultras die Stimmung in den Stadien nicht so gut ist und sie somit einen guten Beitrag zur weiteren Kommerzialisierung des Fußballs in Deutschland geleistet haben, drängt sich nun eine andere Frage auf: Was passiert wenn die beiden HSVs nur der Anfang einer Entwicklung sind? Gefühlt 1/3 aller Szenen befindet sich im Dauerklinsch mit ihrem Verein oder den Verbänden. Würde das Produkt Bundesliga Schaden nehmen?
Re: 1. Bundesliga - Laberthread
Verfasst: 02.07.2014 12:35
von JanW
Würde das Produkt Bundesliga Schaden nehmen?
Würden die Zuschauerzahlen geringer werden ?
Würde es weniger Einnahmen geben ?
Hat dies irgendwas mit dem sportlichen Erfolg zu tun ?
Ich sage Nein. Es wird auch ohne Ultras gehen. Es gibt genug Konsumenten.
Re: 1. Bundesliga - Laberthread
Verfasst: 02.07.2014 13:05
von BMP
Es wird sich eine andere Kultur entwickeln bis auch diese wieder einem Niedergang entgegen geht.
Re: 1. Bundesliga - Laberthread
Verfasst: 02.07.2014 13:26
von Gryphos
Ich bin froh, dass es in Deutschland, wenn auch aufgeweicht, die 50+1-Regel gibt. Im nächsten Jahr werden zwar in Hannover die langjährigen Sponsoren, so wie von 50+1 gestattet, die Mehrheit übernehmen.
Dennoch haben in den meisten Vereinen die Mitglieder noch immer ein Mehrheitsrecht und mitunter die Shareholder nicht einmal eine Sperrminorität. Beim HSV zeigt die gegenwärtige tagesaktuelle Situation, dass Idiotie auch mit neuen Strukturen nicht beseitigt werden kann. Der feine Herr Kühne quatscht noch immer schamlos in sportliche Belange hinein.
Womit wir auch beim Dilemma sind. Unabhängig von der Vereinsstruktur entscheiden schon jetzt die Geldgeber über die wesentlichen Belange. Dies ist bei Hoppenheim so, dies ist beim HSV schon vorher so gewesen und ist auch überall woanders so.
Ein halbwegs positives Beispiel für einen "e. V." stellt der VfB Stuttgart, wo die Mitglieder Einfluss auf das Wappen nahmen. Die gegenwärtige Krise ist im Umbau des Stadions und dessen Kostensituation begründet.
Um auf den HSV zurückzukommen: Hier begann der Feldzug der Kommerzialisierung der Stadionnahmen. Schon damals wäre eine "Not for Sale"-Aktion wünschenswert gewesen. Ansonsten bleibt festzustellen, dass der Fußball abermals ein Spiegelbild der Gesellschaft darstellt. Shareholder-Value statt Stakeholder-Value.
Re: 1. Bundesliga - Laberthread
Verfasst: 06.07.2014 21:13
von Malle
Re: 1. Bundesliga - Laberthread
Verfasst: 15.07.2014 06:37
von Schwede
Im Radio gab es gerade die Meldung dass der HSV seinen Sportdirektor Oliver Kreutzer nun doch rausschmeisst.
Die sind so abgrundtief peinlich geworden... Zum einen der Zeitpunkt dieser Aktion und dann hatte der HSV ja auch ne kühle Million ausgegeben um ihn beim KSC aus dem Vertrag herauszukaufen und darf nun nochmals 750.000 Festgehalten abdrücken. Sie haben's ja!
Re: 1. Bundesliga - Laberthread
Verfasst: 15.07.2014 10:44
von Maddi
Der Hamburger SV ist der SV Wilhelmshaven der Bundesliga.
Re: 1. Bundesliga - Laberthread
Verfasst: 16.07.2014 17:51
von Zachi
Dortmund kauft die Liga kaputt.
Re: 1. Bundesliga - Laberthread
Verfasst: 16.07.2014 18:40
von Firaball97
Re: 1. Bundesliga - Laberthread
Verfasst: 17.07.2014 11:32
von der neue cody
offenbar wollen sie auf teulel komm raus vor den freiburgern landen. die feine art ist das nicht, da stimme ich zu
Re: 1. Bundesliga - Laberthread
Verfasst: 17.07.2014 12:24
von Kane
Kroos ist nun offiziell wech...
Für 2,3 Millionen eingekauft und für 30 Millionen vertickt.
Ob Bayern das bereuen wird?
Re: 1. Bundesliga - Laberthread
Verfasst: 17.07.2014 13:58
von Sascha12
Kane hat geschrieben:Kroos ist nun offiziell wech...
Für 2,3 Millionen eingekauft und für 30 Millionen vertickt.
Ob Bayern das bereuen wird?
Höchstens, wenn er in einem KO Spiel gegen die Bayern trifft.
Unersetzlich ist er bei den Bayern nicht. Erst mal muss er daran arbeiten, auch mal konstant auf hohem Niveau zu spielen.