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Verfasst: 21.07.2007 21:08
von ewigfan
Critter hat geschrieben:Ich finde die Diskussion superspannend. Habe den Text aber nur überfliegen können. Darius hat heute Geburtstag und die Critterwohnung ist voller Gäste. Ich werde später noch mal drauf zurückkommen. (Gerade zu dem "Knebelargument" Neoliberalismus hab ich so meine Ideen.)
Aber zur Zeit bin ich einfach zu traurig für Politik und Wirtschaft:
http://forum.vfb-oldenburg.de/viewtopic ... 9&start=60
herzlichen glückwunsch an darius!!!!
in den letzten beiden jahren fand sein geburtstag immer bei einem testspiel statt ( ich glaube gvo und davor irhove ).
gab immer schöne colafläschen und andere gummiteiel!
bewahr mir was auf, darius!
Verfasst: 07.08.2007 09:53
von Soccer_Scientist
Oberligafußball ist Millionen wert
Ein Schweizer Investor sponsert den Oberliga-Club Tennis Borussia mit 1,5 Millionen Euro. Der BFC Dynamo hat zuvor abgelehnt, weil Mitglieder dubiose Geschäfte fürchten
Das Ganze klingt wie ein verrücktes Märchen: Ein potenter Investor will Millionen in den Profifußball stecken. Ein Berliner Verein lehnt den Deal ab, ein anderer schlägt zu - und der Oberliga-Club Tennis Borussia kann seither seinen Rasen mit Geldscheinen pflastern.
Die Schlüsselfigur des surrealen Deals ist der Ex-Präsident des BFC Dynamo, Mario Weinkauf. Er hatte die investitionswillige Firma aufgetan und zum Sportforum Hohenschönhausen gelockt: "Ziel des Investors ist der Profifußball." Dafür wollte das Schweizer Unternehmen, das - wirklich wahr! - auch noch "Treasure AG" heißt, in drei Jahren 1,5 Millionen Euro ausgeben. Doch der Einstieg beim Oberligisten scheiterte im Juni. Dynamo-Mitglieder rebellierten - und setzten Weinkauf ab. Den Vertreter des Investors gifteten sie aus dem Vereinsheim.
"Unsere Mitglieder waren gegen den Sponsor, er wollte die Karten nicht auf den Tisch legen", erklärte Weinkauf-Nachfolger Frank Berton. Andere Vereinsobere kritisieren die Ablehnung: "Ich habe den Vertrag gesehen, den hätte ich sofort unterschrieben, da hat alles gepasst", schimpfte BFC-Altpräsident Volkmar Wanski. Die BFC-Mitglieder haben auch die Geschäfte der "Treasure AG" misstrauisch gemacht. Unter dem Dach der Holding sollen laut Insidern eine Sex-Firma und Leute firmieren, denen Kontakte zu einem Unternehmen namens "Kazprom" aus Kasachstan und Verbindungen zu einer Bank in Liechtenstein nachgesagt werden.
Die "Treasure AG" habe größere Anschaffungen für Dynamo spontan abgesegnet und bar bezahlen wollen, berichtet der Insider weiter - unter dem Vorbehalt, dass es zur Kooperation komme. Als der Deal geplatzt war, angelte der BFC "Gökis Getränkegroßhandel" als Trikotsponsor - für 25.000 Euro in der neuen Spielzeit. "Wir sind nicht von einem einzigen Sponsor abhängig", so BFC-Boss Berton.
Weinkauf erklärte indes per Fax seinen Austritt. Und die "Treasure AG"? Sie wird ihr Geld doch noch los. Peter Antony, früher Vorstandschef beim Oberliga-Rivalen Tennis Borussia, meldete sich bei Weinkauf. "Wir liegen seit Jahren auf einer Linie", so Antony. Beide wollen hinter Hertha und Union eine starke dritte Kraft im Berliner Fußball etablieren. Wie wäre es also mit TeBe und "Treasure AG"?
Auch andere Clubs waren hellhörig geworden: Plauen, Lichterfelde und die Neuköllner Tasmania sollen dem Investor Avancen gemacht haben. Schnell waren jedoch Weinkauf und Antony einig, den Geldfluss ins Mommsenstadion umzuleiten.
"Wir wollen bei TeBe das Konzept umsetzen, das ursprünglich beim BFC geplant war", verkündete Weinkauf. Er heuerte flugs bei Borussia an, wo er mit Antony als ehrenamtliche Doppelspitze in der Marketing GmbH im Gespräch ist. Die Überraschung steigerte sich zur Sensation, als die Schweizer Holding - zusätzlich zu den 1,5 Millionen Euro für drei Jahre - 100.000 Euro spendierte, um auf dem Borussen-Trikot zu werben. Außerdem fuhr der Investor bei einem Grillabend vier Mini-Cooper vor, die der TeBe-Trainer an seine besten Akteure ausleihen darf.
Nicht alle fühlen sich wohl im neuen Wohlstand. Viele Borussen erinnern sich an die "Göttinger Gruppe", die den Verein Mitte der 1990er-Jahre übernommen hatte. Das Engagement des Finanzkonzerns endete im Desaster, TeBe meldete Konkurs an.
Am Montag sollen "Treasure"-Leute den TeBe-Anhängern die neue Partnerschaft erläutern. Antony versucht, Zweifel am Neusponsor auszuräumen: "Das ist ein normales Investment. TeBe hat keine originären Rechte abgetreten und geht keine Abhängigkeit ein."
JÜRGEN SCHULZ
taz, 3.8.07
Verfasst: 07.08.2007 10:14
von Revo
oh mann, als ob nicht ausgerechnet tebe aus seinen erfahrungen gerlernt haben sollte...
Verfasst: 07.08.2007 10:43
von Felissilvestris
Also in meinen Augen kommt es immer auf die genauen Vertragsinhalte an. So lange die Vereine unabhängig bleiben, d.h. keine Rechte etc. abtreten, sollte man das Geld nehmen.
Sponsoren dürfen nur keine Macht in den Vereinen ausüben.
Das natürlich ausgerechnet TeBe wiedermal solch eine merkwürdigen Finanzjongleur ansich bindet hat irgendwie den Anschein von Realsatire.
Verfasst: 07.08.2007 14:21
von madcynic
Naja, Unabhängigkeit in Sachen Rechten ist die eine Sache. Aber so ein riesiger Sponsor sorgt immer für einen gewissen Grad Monokultur, die die Breite der Sponsorendecke u.U. zerstört. Und grad bei Viertligisten sind ja z.T. noch lokale und regionale Sponsoren mit eher kleinen Summen vertreten. Dass die sich von nem 1,5 Mio Sponsor abgeschreckt fühlen könnten ist nachvollziehbar, denn mit ihren 5-stelligen Beträgen wirken sie doch eher knausrig.
Bestes Beispiel ist übrigens das Engagement der Kinowelt AG früher (als sie gleich 19 (?) Vereine unter Vertrag hatte) und meiner Meinung auch jetzt beim FC Sachsen.
Verfasst: 07.08.2007 15:36
von Zachi
TeBe ist einfach zu geil

Verfasst: 07.08.2007 21:04
von JanW
Steiga88 hat geschrieben:TeBe ist einfach zu geil

Da war doch mal was mit der Göttinger Gruppe ? Na erinnert sich wer ?
Verfasst: 07.08.2007 21:38
von madcynic
JanW hat geschrieben:Steiga88 hat geschrieben:TeBe ist einfach zu geil

Da war doch mal was mit der Göttinger Gruppe ? Na erinnert sich wer ?
Da gabs so lustige Transpis "Kauft euch eure eigene Liga" und so. Hachja. Feindbilder sind was schönes

Verfasst: 24.08.2007 18:57
von Felissilvestris
Der Ausrüsterstreit beim DFB ist beigelegt und der DFB hat sich für adidas entschieden.
SPIEGEL ONLINE - 24. August 2007, 15:23
URL:
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0, ... 59,00.html
EINIGUNG MIT ADIDAS
DFB verzichtet auf 250 Millionen Euro
Ein Problem ist gelöst, doch das nächste wartet bereits: Das DFB-Präsidium hat beschlossen, den Vertrag mit dem langjährigen Ausrüster Adidas zu verlängern. Das deutlich höhere Angebot des Konkurrenten Nike schlug der Verband aus - sehr zum Unmut der Bundesliga.
Frankfurt am Main - Das DFB-Präsidium stimmte heute dem Vergleichsvorschlag mit Adidas zu. Gegen die Stimmen der drei Vertreter der Bundesliga nahm der Verband damit den vom Schiedsgericht angemahnten Vergleich an und entschied sich gegen einen möglichen 500-Millionen-Euro-Deal mit dem Adidas-Rivalen Nike. Der US-Gigant hatte den Deutschen in Folge des "Schuh-Kriegs" dieses Angebot gemacht und versucht, den größten Konkurrenten in dessen Heimatmarkt auszustechen. Nikes Deutschland-Chef Hubertus Hoyt hatte den deutschen Verband kürzlich eindringlich vor einer Einigung mit Adidas gewarnt.
Der DFB setzt auf Kontinuität, verzichtet aber auf rund 250 Millionen Euro. Adidas wird für die Ausrüstung der Nationalelf statt bisher 11 ab sofort 20 Millionen Euro und ab 2011 25 Millionen per annum zahlen. Darüber hinaus wird der DFB-Partner den Bau von Bolzplätzen finanziell unterstützen. Nike hatte für einen neuen Achtjahres-Vertrag ab dem 1. Januar 2011 62,5 Millionen Euro pro Jahr geboten - ebenfalls garniert mit der Zusage, den Fußballnachwuchs durch den Bau von Bolzplätzen zu unterstützen.
Dem DFB-Präsidium gehören insgesamt zwölf Personen an, drei davon stellt die Deutsche Fußball-Liga als Vertreterin der 36 deutschen Proficlubs. DFL-Präsident Reinhard Rauball ist 1. Vizepräsident des Präsidiums unter Vorsitz von DFB-Boss Theo Zwanziger. Neben Rauball haben auch DFL-Geschäftsführer Christian Seifert und Ligaverbands-Vize Peter Peters Sitz und Stimme in dem DFB-Gremium.
Alle drei stimmten gegen den Vergleichsvorschlag, aus finanziellen Beweggründen: Die DFL-Clubs erhalten aus dem Ausrüsterdeal 18 Prozent pro Jahr - was im Vergleich zu dem wesentlich höher datierten Nike-Angebot eine Differenz von rund fünf Millionen Euro per annum ausmacht. Während DFB-Boss Theo Zwanziger am Freitag keine Stellung nahm, äußerte Ligaverbands-Präsident Rauball deshalb scharfe Kritik. "Sowohl in Bezug auf die Laufzeit als auch auf Vertragsinhalte bestehen erhebliche Bedenken", erklärte Rauball: "Die Tatsache, dass die Liga-Vertreter als Treuhänder den Interessen der 36 Profi-Clubs verpflichtet sein müssen, hat eine Zustimmung unmöglich gemacht."
Rauball zeigte für das Votum gegen Nike kein Verständnis. "Angesichts der Tatsache, dass wir extrem kurzfristig detaillierte Informationen und Unterlagen erhalten haben und darüber hinaus keine Akteneinsicht nehmen konnten, haben wir zusätzliche Schritte zur Klärung der Angelegenheit angeregt", sagte Rauball.
goe/sid
Verfasst: 28.08.2007 08:38
von Dino
Der DFB musste im Schiedsverfahren also im Wesentlichen klein beigeben. Ich bin darüber nicht im geringsten Verwundert, da ich mir bei der gegebenen Rechts- und Vertragslage ein anderes Ergebnis nur schwer vorstellen konnte.
Man kann eben nicht im Rahmen einer Vertragsänderung die Leistung des Partners (Zugeständnis der freien Schuhwahl) einkassieren, die Gegenleistung (Vertragsverlängerung) aber einfach verweigern, weil ein anderer plötzlich mit einem Lockangebot dazwischenkommt.
Der Versuch des DFB, genau dies zu tun, war in meinen Augen schlichtweg unanständig. Witzig, dass Herr Zwanziger nun mit seinen alten und inzwischen abgelegten Argumenten von der DFL heftig kritisiert wird. Und nun reagiert er auf einmal wie ein Mimöschchen und ist "zutiefst verletzt".
Verfasst: 29.08.2007 11:17
von Hulle
War das Angebot von NIKE eigentlich fundiert oder "nur so" von Herrn Bierhoff überbracht.
Ich hätte den Vertrag und seine Inhalte ja gerne mal gesehen. Für die 500 Mio. wollten die sicher die eine oder andere Gegenleistung.
Verfasst: 29.08.2007 11:28
von Felissilvestris
Hulle hat geschrieben:War das Angebot von NIKE eigentlich fundiert oder "nur so" von Herrn Bierhoff überbracht.
Ich hätte den Vertrag und seine Inhalte ja gerne mal gesehen. Für die 500 Mio. wollten die sicher die eine oder andere Gegenleistung.
Darüber wird sich ja totgeschwiegen. Kann mir halt auch nicht vorstellen, was da alles für Bedingungen gestellt worden sind.
Kann aber natürlich auch sein, dass es nur um diesen symbolischen Sieg von Nike ging. Es wäre immerhin ein Wahnsinniger Imagegewinn für Nike gewesen die Heimnationalmannschaft von adidas, mit der der DFB von Beginn der Firma bis heute zu zusammenarbeitet, auszurüsten. Für adidas wäre es hingegen ein riesen Verlust gewesen.
Verfasst: 05.09.2007 22:00
von Revo
nun also jena:
http://sportal.de/sportal/generated/art ... 00000.html
"Es klingt wie ein Märchen. Der Investor ist Fußball verrückt. Er will nicht mal Trikot- oder Hauptsponsor werden"
Nun, das würde mich auch noch misstrauischer machen. Wer "investiert", erwartet eine Gegenleistung - zumindest in der Zukunft. Wenn diese nicht in Form von Werbung/PR zustande kommt, dann dürfte die Kohle ja anderweitig rausgezogen werden.
Verfasst: 06.09.2007 13:54
von Soccer_Scientist
Thomas Allofs vermietet Ex-Stars
Thomas Allofs hat ein neues Geschäftsfeld entdeckt. Der frühere Fußball-Profi bietet einige seiner ehemaligen Kollegen den Edel-Fans in den Stadionlogen an.
«Rent a star»: Thomas Allofs vermietet seit neuestem ehemalige Profi-Kollegen. Aber nicht für Fußballspiele in Prominenten-Mannschaften, sondern für Edel-Fans in Stadionlogen. Der frühere Bundesliga-Torjäger vermittelt Inhabern der exklusiven Plätze für einen Nachmittag ehemalige Fußball-Profis. Sie können seit Saisonbeginn Promis zum kennenlernen und fachsimpeln als Gäste einladen - von regionalen Größen bis hin zu nationalen Top-Stars wie Thomas Häßler. «Profis hautnah» - so nennt sich das neue Konzept von Allofs, dem jüngeren Bruder von Werder Bremens Manager Klaus Allofs.
...
http://www.netzeitung.de/sport/730735.html
Verfasst: 06.09.2007 14:42
von Sascha12
Ich miet mir Eric Cantona für ne Party.
Verfasst: 06.09.2007 14:51
von Fussballgott
Ich nehm Mario Basler und Sven Scheuer für meine Lieblings-Pizzaria!
Verfasst: 06.09.2007 14:54
von Soccer_Scientist
von regionalen Größen bis hin zu nationalen Top-Stars
Das könnte die Chance für die Herren Stisi und Quallo sein, um sich aus der finanziellen Abhängigkeit des cholerischen Feinkosthändlers zu befreien. "Rent a Kay" - Das ist doch auch für die Damenwelt attraktiv.
Verfasst: 06.09.2007 15:31
von Hulle
Wenn Albert, die Stimmungskanone, nicht dabei ist, stell ich mir das mit denen eher langweilig vor

Verfasst: 09.10.2007 22:44
von Tonyx
Leo Kirch ist wieder da und schießt 3 Milliarden € an die DFL.
http://www.n-tv.de/863697.html
Verfasst: 09.10.2007 23:33
von Fussballgott
Ich dachte immer der ist von uns gegangen....