Re: Fussi auf der Insel
Verfasst: 03.05.2016 00:39
schon krass
http://www.stern.de/wirtschaft/geld/lei ... 31536.htmlWer ein Pfund auf Leicester setzte, dem wurden 5000 Pfund Gewinn versprochen. Mit anderen Worten: Die Wettanbieter hielten den Titelgewinn für Leicester für praktisch unmöglich. Aber da man in England traditionell auf alles wetten kann - bis hin zur Rückkehr von Elvis -, boten die Buchmacher eben auch diese Wette an.
Und einige Zweckoptimisten schlugen zu: Laut dem Wettanbieter Ladbrokes wurden vor der Saison 47 Wetten auf den Leicester-Titel platziert, wie der "Business Insider" berichtet. Sie lauten vornehmlich auf kleine Beträge wie 10 Pfund oder 5 Pfund - nun winken 50.000 beziehungsweise 25.000 Pfund. Und selbst der eine Leicester-Fan, der lediglich 10 Pence investiert hat, kann sich auf eine Rückzahlung von 500 Pfund freuen. Insgesamt muss Ladbrokes durch den Titelgewinn drei Millionen Pfund ausschütten.
Wettanbieter kauften Wettscheine zurück
Um den Schaden zu begrenzen, haben die Wettanbieter in den vergangenen Wochen und Monaten versucht, den Kunden ihre Leicester-Wettscheine wieder abzukaufen. Von den 47 Ladbrokes-Wetten stehen nur noch 24, die übrigen haben sich vorzeitig mit einem geringeren Betrag auszahlen lassen.
So wurde im März ein Fan mit einem Wettschein über 50 Pfund schwach und nahm ein Angebot über 72.000 Pfund an. Der nun verpasste Gewinn hätte bei 250.000 Pfund gelegen. Der Fan wurde mit den Worten zitiert: "Es würde mir so viel bedeuten, wenn wir gewinnen, es gibt keinen Grund gierig zu sein." Na dann kann sich ja nun auch er (nochmal) freuen.
http://www.spiegel.de/sport/fussball/pr ... 90250.html" onclick="window.open(this.href);return false;Premier League: Warum Leicesters Titel kein Fußballwunder ist
Der englische Meister heißt Leicester City. Das ist eine Sensation. Aber kein Wunder. Es gibt rationale Gründe für den Triumph. Und dafür, dass er in England, aber nicht in Deutschland passierte.
[...]
Aber anders als viele glauben, wäre es eine noch viel größere Sensation, wenn zum Beispiel Augsburg Deutscher Meister würde. Oder Levante sich den Titel in Spanien holte. Der Umsatz von Leicester City ist zwar deutlich geringer als der von Manchester United, dem reichsten Klub der Premier League. Aber Uniteds Einnahmen aus der vergangenen Saison waren mit 519,5 Millionen Euro "nur" um den Faktor 3,79 höher als die von Leicester, das 137,2 Millionen umsetzte.
Bayern München hingegen hat einen fast zwölfmal höheren Umsatz als der FC Augsburg. Nimmt man die finanziellen Möglichkeiten eines Vereins zum Maßstab, ist es unwahrscheinlicher, dass Bayer Leverkusen Deutscher Meister wird, als dass Leicester den Titel in England holt.[...]
Ich mag mich ja extrem täuschen, aber an der unparitätischen Verteilung von Fernsehgeldern liegt der Vorsprung von Bayern München in der Bundesliga eher nur bedingt, gerade weil die im internationalen Vergleich eher noch recht fair ist. Das liegt vielmehr an den "strategischen Partnern" von Bayern München. Auch der Vergleich mit Manchester ist eher hinkend, finde ich.Dass so viele Investoren ihr Geld bei englischen Fußballklubs anlegen, hat natürlich Schattenseiten, etwa, wenn es um Mitbestimmung der Fans oder bezahlbare Eintrittspreise geht. Für die Spannung in der Liga ist es aber positiv. Denn die lukrativen Fernsehverträge kommen allen Klubs zugute: Die Einnahmen aus der internationalen Vermarktung werden paritätisch verteilt, die aus den nationalen Fernsehrechten zumindest zur Hälfte auch.
Die internationalen Fernsehgelder der Premiere League betragen 2,6mrd Euro. Die der DFL 70mio€. In der nationalen Vermarktung stehen 3,8mrd zu 627mio€ zur Verfügung. Es besitzen daher alle Clubs der Premiere League einen höheren Grundstock an TV Einnahmen, was dazu führt, dass sie trotz besserer oder schlechterer "strategischer Partner" weniger fianziell von einander entfernt sind, als dies in Deutschland der Fall ist. Es ist halt ein quantitativer Unterschied. Hierbei muss natürlich die Arbeit der Bayern hervorgestellt werden. Dass sie trotz vergleichsweise widriger Bedingungen in der Bundesliga so gut aufgestellt sind kommt nicht von ungefähr. Da stecken Jahre extrem gutes Wirtschaften dahinter.Johann Ohneland hat geschrieben:Ich mag mich ja extrem täuschen, aber an der unparitätischen Verteilung von Fernsehgeldern liegt der Vorsprung von Bayern München in der Bundesliga eher nur bedingt, gerade weil die im internationalen Vergleich eher noch recht fair ist. Das liegt vielmehr an den "strategischen Partnern" von Bayern München. Auch der Vergleich mit Manchester ist eher hinkend, finde ich.Dass so viele Investoren ihr Geld bei englischen Fußballklubs anlegen, hat natürlich Schattenseiten, etwa, wenn es um Mitbestimmung der Fans oder bezahlbare Eintrittspreise geht. Für die Spannung in der Liga ist es aber positiv. Denn die lukrativen Fernsehverträge kommen allen Klubs zugute: Die Einnahmen aus der internationalen Vermarktung werden paritätisch verteilt, die aus den nationalen Fernsehrechten zumindest zur Hälfte auch.
Der Autor verbindet da Punkte, die mehr als "nur bedingt" im Zusammenhang stehen. Die Frage darf sich aber gestellt werden, ob dies auf dem finanziell wesentlich schwächeren Fußballmarkt in Deutschland so funktionieren würde. Aber dieser Schluss wird im Artikel nicht gezogen.Johann Ohneland hat geschrieben:Der Author verbindet da zwei Punkte, die nur bedingt miteinander in Verbindung stehen: Der sportliche Ausgleich zwischen den Teams der Premier-League aufgrund externer Investoren und Finanzquellen sowie die Fernsehvermarktung.
Die Rechnung des Autors ist richtig, sofern die Beträge aus der internationalen Ligenvermarktung, die 2,6mrd Euro einbringt, paritätisch verteilt werden.Johann Ohneland hat geschrieben:PS: Nimmt man die internationale Vermarktung mit hinein, hat Leverkusen im vergangenen Jahr rund 56 Millionen Euro erhalten. Bayern München 71 Millionen. Und an dieser Stelle krankt dann halt die Rechnung des Autors, da sich die Einnahmen in Deutschland - auch durch die größere Bedeutung des Sponsorings - anders zusammensetzen.
ja das ist sehr ermutigend.Senf hat geschrieben:
Dass Liverpool vor Everton steht fühlt sich bei mir an, wie die Regionalliga Nord, mit den Deppen an der Spitze. Sehr unbefriedigend.Dino hat geschrieben:Bei allem, was ich an der Entwicklung des Fußballs in England schlecht und bedauerlich finde. Rein sportlich ist in der Premier League mehr Feuer und Spannung drin als in der Bundesliga.
Nach 7 Spieltagen:
1. Man. City 18 P.
2. Tottenham 17. P.
3. Arsenal 16. P.
4. Liverpool 16. P.
5. Everton 14 P.
6. Man. United 13 P.
7. Chelsea 13 P.
Von so einer Tabelle kann die Bundesliga nur träumen.