Was ist in Meppen los?
Verfasst: 09.10.2005 23:37
Hallo Leute,
nachdem ich mich eine weile nicht mit mit unserem alten Rivalen befasst habe, hat mich dieser Artikel doch neulich etwas überrascht. Zu den sportlichen Problemen der Emsländer scheinen jetzt auch akute finanzielle zu kommen.
"SVM: Diskussion um Gehälter
Nur Nebensache ist beim Fußballoberligisten SV Meppen zurzeit as 3:4 am Freitag im Testspiel gegen den klassentieferen SV Holthausen/Biene. Für Turbulenzen im Verein sorgte, dass mehrere Spieler unter der Woche offenbar in eine Art "Warnstreik" getreten waren, weil der Verein die Gehälter weiterhin nur schleppend zahlt. Für Dienstag (11.10.05) kündigte der emsländische Traditionsverein nun eine Pressekonferenz an.
"Es hat diese Verzögerungen gegeben", gestand Reinhard Meiners ein. Der Präsident nannte zwei Hauptgründe für den finanziellen Engpass: Zum einem falle der Zuschauerzuspruch in den Heimspielen geringer als erwartet aus. "Wir waren finanziell nie auf Rosen gebettet und sind mehr von Zuschauereinnahmen abhängig als andere Vereine."
Zum anderen würden sich die Einzahlungen einiger Sponsoren verzögern oder ganz ausfallen. "Dabei ist Zuverlässigkeit seitens der Sponsoren nicht nur für uns sehr wichtig", so der Präsident Meiners zeigt Verständnis für den Warnstreik. "Ich mache den Spielern keine Vorwürfe." Donnerstag sei es zum vernünftigen Gespräch mit dem Team gekommen. "Ich gehe davon aus, dass in der nächsten Woche ein regulärer Trainingsbetrieb stattfindet."
Vornehmlich die jüngeren Spieler hatten sich nicht dem "Warnstreik" angeschlossen, der nach dem 2:0 am vergangenem Sonntag in Neumünster von Teilen der Mannschaft beschlossen worden war. Nach EL-Informationen hatte die Mannschaft zudem vor einigen Wochen die Spieler-Gewerkschaft VdV eingeschaltet. Spieler und Trainer sind unterdessen nicht bereit, eine Stellungnahme zu den schleppenden Gehaltszahlungen abzugeben. Coach Alo Weusthof:"Ich hatte jeden Tag Training. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Ich bin hier als Trainer eingestellt. Alles andere ist Sache von Präsidium und Geschäftsführung."
Routinier Lars Schiersand will zu den Vorfällen ist "nichts sagen". Der ehemalige Zweitligaspieler des VfL Osnabrück ist im moment ohnehin erkrankt (Bronchitis). Stürmer Christian Claaßen sieht das Wort Streik für das Verhalten der Mannschaft als übertrieben an : "Wenn wir streiken würden, dann würden wir im Testspiel nicht spielen. Mehr kann ich dazu nicht sagen."
Auf die Frage, ob den Spielern in der Winterpause bei weiteren fehlenden ZUschauereinnahmen noch Schlimmeres als Gehaltsverzögerungen drohe, antwortete Präsident Meiners: "Es wird zu keinen Gehaltseinbußungen kommen. Das Thema Verzögerungen wird uns in dieser Saison aber weiterhin beschäftigen, wenn der Zuschauerzuspruch nicht steigt." Der Verein sei gezwungen, den Kostenaufwand dem Ertrag anzupassen.
Meiners legte den Spielern nahe, sich neben ihrer sportlichen Tätigkeit eine weitere berufliche Tätigkeit zu suchen. "In der Oberliga kann man nicht als Vollprofi leben", betont der Präsident. Wenn Spieler mit den Verzögerungen nicht leben könnten und deshalb einen Vereinswechsel im Winter anstreben, würde ihnen der Verein keine Steine in den Weg legen.
Quelle: EL-am -Sonntag, Link: SVM-World
dazu noch ein kommentar aus der Fußballecke:
TheFan: "Vom Aufstieg hat jeder mit Sachverstand in dieser Saison eh nicht geredet... Jetzt sieht es eher danach aus, dass es wieder darum geht den Verein zu retten..."
nachdem ich mich eine weile nicht mit mit unserem alten Rivalen befasst habe, hat mich dieser Artikel doch neulich etwas überrascht. Zu den sportlichen Problemen der Emsländer scheinen jetzt auch akute finanzielle zu kommen.
"SVM: Diskussion um Gehälter
Nur Nebensache ist beim Fußballoberligisten SV Meppen zurzeit as 3:4 am Freitag im Testspiel gegen den klassentieferen SV Holthausen/Biene. Für Turbulenzen im Verein sorgte, dass mehrere Spieler unter der Woche offenbar in eine Art "Warnstreik" getreten waren, weil der Verein die Gehälter weiterhin nur schleppend zahlt. Für Dienstag (11.10.05) kündigte der emsländische Traditionsverein nun eine Pressekonferenz an.
"Es hat diese Verzögerungen gegeben", gestand Reinhard Meiners ein. Der Präsident nannte zwei Hauptgründe für den finanziellen Engpass: Zum einem falle der Zuschauerzuspruch in den Heimspielen geringer als erwartet aus. "Wir waren finanziell nie auf Rosen gebettet und sind mehr von Zuschauereinnahmen abhängig als andere Vereine."
Zum anderen würden sich die Einzahlungen einiger Sponsoren verzögern oder ganz ausfallen. "Dabei ist Zuverlässigkeit seitens der Sponsoren nicht nur für uns sehr wichtig", so der Präsident Meiners zeigt Verständnis für den Warnstreik. "Ich mache den Spielern keine Vorwürfe." Donnerstag sei es zum vernünftigen Gespräch mit dem Team gekommen. "Ich gehe davon aus, dass in der nächsten Woche ein regulärer Trainingsbetrieb stattfindet."
Vornehmlich die jüngeren Spieler hatten sich nicht dem "Warnstreik" angeschlossen, der nach dem 2:0 am vergangenem Sonntag in Neumünster von Teilen der Mannschaft beschlossen worden war. Nach EL-Informationen hatte die Mannschaft zudem vor einigen Wochen die Spieler-Gewerkschaft VdV eingeschaltet. Spieler und Trainer sind unterdessen nicht bereit, eine Stellungnahme zu den schleppenden Gehaltszahlungen abzugeben. Coach Alo Weusthof:"Ich hatte jeden Tag Training. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Ich bin hier als Trainer eingestellt. Alles andere ist Sache von Präsidium und Geschäftsführung."
Routinier Lars Schiersand will zu den Vorfällen ist "nichts sagen". Der ehemalige Zweitligaspieler des VfL Osnabrück ist im moment ohnehin erkrankt (Bronchitis). Stürmer Christian Claaßen sieht das Wort Streik für das Verhalten der Mannschaft als übertrieben an : "Wenn wir streiken würden, dann würden wir im Testspiel nicht spielen. Mehr kann ich dazu nicht sagen."
Auf die Frage, ob den Spielern in der Winterpause bei weiteren fehlenden ZUschauereinnahmen noch Schlimmeres als Gehaltsverzögerungen drohe, antwortete Präsident Meiners: "Es wird zu keinen Gehaltseinbußungen kommen. Das Thema Verzögerungen wird uns in dieser Saison aber weiterhin beschäftigen, wenn der Zuschauerzuspruch nicht steigt." Der Verein sei gezwungen, den Kostenaufwand dem Ertrag anzupassen.
Meiners legte den Spielern nahe, sich neben ihrer sportlichen Tätigkeit eine weitere berufliche Tätigkeit zu suchen. "In der Oberliga kann man nicht als Vollprofi leben", betont der Präsident. Wenn Spieler mit den Verzögerungen nicht leben könnten und deshalb einen Vereinswechsel im Winter anstreben, würde ihnen der Verein keine Steine in den Weg legen.
Quelle: EL-am -Sonntag, Link: SVM-World
dazu noch ein kommentar aus der Fußballecke:
TheFan: "Vom Aufstieg hat jeder mit Sachverstand in dieser Saison eh nicht geredet... Jetzt sieht es eher danach aus, dass es wieder darum geht den Verein zu retten..."