Danke Jürgen Klinsmann!
Verfasst: 03.07.2006 10:02
Jürgen Klinsmann hat mit dem Erreichen des Halbfinales die selbst hoch angelegte Erfolgsschwelle überschritten, auch wenn es am Ende „nur“ Platz 4 werden sollte. Die aktuelle Mannschaft, der Teamgeist und die erfrischende Spielweise tragen in einem Ausmaß seine Handschrift, wie das zuvor wohl nur bei den WM-Mannschaften Sepp Herbergers 1954 und 1958 der Fall war.
Klinsmann hat den zwar nicht den „Muff von 1000 Jahren“, wohl aber den Muff allzu vieler Jahre der Selbstgenügsamkeit und Selbstherrlichkeit vertrieben. Er konnte dies nur schaffen, weil sich die Führungsriege des DFB in einem Anfall von Realitätssinn ernstlich davor gefürchtet hat, den Karren bei der WM im eigenen Land voll vor die Wand zu fahren. Nur diese Furcht, die Kürze der Zeit bis zur WM und Klinsmanns kaltschäutzige Überrumpelungstaktik haben den längst überfälligen Wandel ermöglicht.
Am Sonntag ist die WM 06 dann Geschichte. Das ganz große Ziel, auf das kampagnenhaft hingearbeitet werden kann, gibt es dann nicht mehr. Es folgen die „Mühen der Ebene“. Der bei der WM gezeigte Stärke der Mannschaft fehlt ja nach wie vor das solide Fundament. Die technischen und taktischen Defizite der BL-Vereine, die Zurückhaltung der Vereine hinsichtlich des Einsatzes junger deutscher Spieler, ja sogar die physische Fitness, alles Felder, auf denen die deutsche BL im internationalen Vergleich Defizite aufweist.
Dass es Klinsmann dennoch gelungen ist, mit auch sehr jungen Spielern, die in ihren Vereinen nicht unbedingt erste Wahl darstellen, in die Spitze des Weltfußballs vorzustoßen, ist eindeutig ein Armutszeugnis für die Spitzenvereine der BL, die mit ihren Kadern voller ausländischer Top-Spieler in den Europacup-Wettbewerben eine durchweg klägliche Rolle gespielt haben.
Ich gehe weiterhin davon aus, dass Klinsmann nach der WM nicht weitermachen wird, da er für die Mühsal einer wirklichen Reform des deutschen Leistungsfußballs weder die ehrliche Unterstützung der BL-Vereine, noch die unbedingte Rückendeckung des DFB erwarten kann. Und seine „altbösen Feinde“ von BLÖD, FC Bayern und ihren Marionetten in DFB und DFL halten zwar jetzt „gezwungenermaßen“ ihre Klappen, würden aber schon früh genug wieder gegen Klinsmann und seine Reformen auftreten, wenn es die unvermeidlichen Schwächeperioden und Rückfälle gibt.
BLÖD will Insiderzugang zur Nationalmannschaft und Einfluss auf die Personalpolitik; mit Klinsmann nicht zu machen. Der nennt diese Art von Durchstecherei „Informationskorruption“ und würde jeden „Maulwurf“ und „Tagebuchschreiber“ achtkantig feuern. Und der liebe Kaiser Franz ist doch auch bei BLÖD unter Vertrag ...
Der FC Bayern will innerhalb des deutschen Fußballs das Machtzentrum sein und bleiben. Und Klinsmann als jemand, der bei Rummenigge erst einmal anfragt, oder der auf diskrete Winke aus der Säbener Straße reagiert? Forget it!
Und wes Geistes Kind die Herren von der Spitze des DFB sind, haben sie in der Peters-Sammer-Affäre hinreichend bewiesen. Eine vertrauliche Personalie vorab über die BLÖD kaputtschreiben lassen und dann (auch über die BLÖD) Herrn Sammer etabliert.
Mit dem DFB-Vorstand und Muffelkopp Sammer kommt was zusammen, was passt. Aber Klinsmann als Dritter im Bunde? Ich glaube das nicht.
Die Ära Klinsmann wird wohl nur eine zwar schöne, aber auch kurze Episode in den Annalen des DFB und der Nationalmannschaft bleiben. Und seine Reformen, der „frische Wind“?
Ich sehe Klinsmann 2010 eher als Trainer der USA als als Bundestrainer des DFB; schade für uns.
Danke Jürgen Klinsmann!
Klinsmann hat den zwar nicht den „Muff von 1000 Jahren“, wohl aber den Muff allzu vieler Jahre der Selbstgenügsamkeit und Selbstherrlichkeit vertrieben. Er konnte dies nur schaffen, weil sich die Führungsriege des DFB in einem Anfall von Realitätssinn ernstlich davor gefürchtet hat, den Karren bei der WM im eigenen Land voll vor die Wand zu fahren. Nur diese Furcht, die Kürze der Zeit bis zur WM und Klinsmanns kaltschäutzige Überrumpelungstaktik haben den längst überfälligen Wandel ermöglicht.
Am Sonntag ist die WM 06 dann Geschichte. Das ganz große Ziel, auf das kampagnenhaft hingearbeitet werden kann, gibt es dann nicht mehr. Es folgen die „Mühen der Ebene“. Der bei der WM gezeigte Stärke der Mannschaft fehlt ja nach wie vor das solide Fundament. Die technischen und taktischen Defizite der BL-Vereine, die Zurückhaltung der Vereine hinsichtlich des Einsatzes junger deutscher Spieler, ja sogar die physische Fitness, alles Felder, auf denen die deutsche BL im internationalen Vergleich Defizite aufweist.
Dass es Klinsmann dennoch gelungen ist, mit auch sehr jungen Spielern, die in ihren Vereinen nicht unbedingt erste Wahl darstellen, in die Spitze des Weltfußballs vorzustoßen, ist eindeutig ein Armutszeugnis für die Spitzenvereine der BL, die mit ihren Kadern voller ausländischer Top-Spieler in den Europacup-Wettbewerben eine durchweg klägliche Rolle gespielt haben.
Ich gehe weiterhin davon aus, dass Klinsmann nach der WM nicht weitermachen wird, da er für die Mühsal einer wirklichen Reform des deutschen Leistungsfußballs weder die ehrliche Unterstützung der BL-Vereine, noch die unbedingte Rückendeckung des DFB erwarten kann. Und seine „altbösen Feinde“ von BLÖD, FC Bayern und ihren Marionetten in DFB und DFL halten zwar jetzt „gezwungenermaßen“ ihre Klappen, würden aber schon früh genug wieder gegen Klinsmann und seine Reformen auftreten, wenn es die unvermeidlichen Schwächeperioden und Rückfälle gibt.
BLÖD will Insiderzugang zur Nationalmannschaft und Einfluss auf die Personalpolitik; mit Klinsmann nicht zu machen. Der nennt diese Art von Durchstecherei „Informationskorruption“ und würde jeden „Maulwurf“ und „Tagebuchschreiber“ achtkantig feuern. Und der liebe Kaiser Franz ist doch auch bei BLÖD unter Vertrag ...
Der FC Bayern will innerhalb des deutschen Fußballs das Machtzentrum sein und bleiben. Und Klinsmann als jemand, der bei Rummenigge erst einmal anfragt, oder der auf diskrete Winke aus der Säbener Straße reagiert? Forget it!
Und wes Geistes Kind die Herren von der Spitze des DFB sind, haben sie in der Peters-Sammer-Affäre hinreichend bewiesen. Eine vertrauliche Personalie vorab über die BLÖD kaputtschreiben lassen und dann (auch über die BLÖD) Herrn Sammer etabliert.
Mit dem DFB-Vorstand und Muffelkopp Sammer kommt was zusammen, was passt. Aber Klinsmann als Dritter im Bunde? Ich glaube das nicht.
Die Ära Klinsmann wird wohl nur eine zwar schöne, aber auch kurze Episode in den Annalen des DFB und der Nationalmannschaft bleiben. Und seine Reformen, der „frische Wind“?
Ich sehe Klinsmann 2010 eher als Trainer der USA als als Bundestrainer des DFB; schade für uns.
Danke Jürgen Klinsmann!
