Nationalmannschaft - adidas - Nike
Verfasst: 31.05.2007 10:41
Aus einem Interview von "Welt-online" mit dem Kaiser:
WELT ONLINE: Können Sie sich eine deutsche Nationalmannschaft in Nike-Trikots vorstellen? Der US-Konzern will Adidas mit einer 500-Millionen-Euro-Offerte als Ausrüster ablösen.
Beckenbauer: Das ist eine ganz schwierige Situation.
WELT ONLINE: Weil Adidas im vergangenen Jahr der freien Schuhwahl zugestimmt hat, um einen Streik der Nationalspieler zu verhindern?
Beckenbauer: Adidas ist seit mehr als 40 Jahren mein Vertragspartner und genauso lange bin ich dem DFB verbunden. Deshalb wurde ich zu Beginn zur Vermittlung eingeschaltet. Die Absprache war dann, dass Adidas das Schuhmonopol aufgibt und dafür eine vorzeitige Vertragsverlängerung erhalten wird.
WELT ONLINE: Der DFB bestreitet, dass eine Verlängerung bis 2014 juristisch zustande gekommen ist.
Beckenbauer: Die juristischen Spitzfindigkeiten kann ich nicht beurteilen, endgültig entscheiden muss das Schiedsgericht.
WELT ONLINE: Zur Fortsetzung der Kooperation müsste sich Adidas dem Nike-Angebot weiter annähern.
Beckenbauer: Hier geht es nicht um eine Annäherung. Adidas ist der Auffassung, dass der Vertrag bereits verlängert ist und hat angeboten, die zukünftigen Konditionen zu verbessern. Das Nike-Angebot erscheint wirtschaftlich unsinnig, die Hintergründe dafür kann ich nicht nachvollziehen.
Die Aussagen von Beckenbauer bestätigen, dass es eine Absprache DFB – adidas über freien Schuhwahl gegen Vertragsverlängerung gegeben hat.
Der DFB hat bekanntlich die von adidas zugestandene freie Schuhwahl (gab es bis August 2006 im Vertrag DFB – adidas bekanntlich nicht) inzwischen für seine Nationalmannschaften eingeführt und verweigert nun allerdings die Erfüllung der zugesagten Gegenleistung, weil Nike sehr viel Geld anbietet.
Noch weitaus interessanter ist aber die Aussage Beckenbauers, wonach das Nike-Angebot als „wirtschaftlich unsinnig“ erscheint und er „die Hintergründe dafür ... nicht nachvollziehen“ kann. Diese Aussage stützt die Vermutung, dass das Angebot von Nike noch irgendwelche „Pferdefüße“ hat, wonach Nike Einfluss auf Spielpläne, -orte usw. der Nationalmannschaft zugestanden werden soll.
Bei anderen Nike-Vertragspartnern weiß man ja inzwischen, dass es derartige Vertragsklauseln gibt, auch wenn die nicht öffentlich sind.
@Moderator: Das Thema gibts ja schon unter "Geschäftsfeld Fußball". Vielleicht schwuppdiwupp dorthin verschieben.
WELT ONLINE: Können Sie sich eine deutsche Nationalmannschaft in Nike-Trikots vorstellen? Der US-Konzern will Adidas mit einer 500-Millionen-Euro-Offerte als Ausrüster ablösen.
Beckenbauer: Das ist eine ganz schwierige Situation.
WELT ONLINE: Weil Adidas im vergangenen Jahr der freien Schuhwahl zugestimmt hat, um einen Streik der Nationalspieler zu verhindern?
Beckenbauer: Adidas ist seit mehr als 40 Jahren mein Vertragspartner und genauso lange bin ich dem DFB verbunden. Deshalb wurde ich zu Beginn zur Vermittlung eingeschaltet. Die Absprache war dann, dass Adidas das Schuhmonopol aufgibt und dafür eine vorzeitige Vertragsverlängerung erhalten wird.
WELT ONLINE: Der DFB bestreitet, dass eine Verlängerung bis 2014 juristisch zustande gekommen ist.
Beckenbauer: Die juristischen Spitzfindigkeiten kann ich nicht beurteilen, endgültig entscheiden muss das Schiedsgericht.
WELT ONLINE: Zur Fortsetzung der Kooperation müsste sich Adidas dem Nike-Angebot weiter annähern.
Beckenbauer: Hier geht es nicht um eine Annäherung. Adidas ist der Auffassung, dass der Vertrag bereits verlängert ist und hat angeboten, die zukünftigen Konditionen zu verbessern. Das Nike-Angebot erscheint wirtschaftlich unsinnig, die Hintergründe dafür kann ich nicht nachvollziehen.
Die Aussagen von Beckenbauer bestätigen, dass es eine Absprache DFB – adidas über freien Schuhwahl gegen Vertragsverlängerung gegeben hat.
Der DFB hat bekanntlich die von adidas zugestandene freie Schuhwahl (gab es bis August 2006 im Vertrag DFB – adidas bekanntlich nicht) inzwischen für seine Nationalmannschaften eingeführt und verweigert nun allerdings die Erfüllung der zugesagten Gegenleistung, weil Nike sehr viel Geld anbietet.
Noch weitaus interessanter ist aber die Aussage Beckenbauers, wonach das Nike-Angebot als „wirtschaftlich unsinnig“ erscheint und er „die Hintergründe dafür ... nicht nachvollziehen“ kann. Diese Aussage stützt die Vermutung, dass das Angebot von Nike noch irgendwelche „Pferdefüße“ hat, wonach Nike Einfluss auf Spielpläne, -orte usw. der Nationalmannschaft zugestanden werden soll.
Bei anderen Nike-Vertragspartnern weiß man ja inzwischen, dass es derartige Vertragsklauseln gibt, auch wenn die nicht öffentlich sind.
@Moderator: Das Thema gibts ja schon unter "Geschäftsfeld Fußball". Vielleicht schwuppdiwupp dorthin verschieben.